Klangstreich – Eine Note tanzt aus der Reihe
Shownotes
Eine Note fällt aus einem Geburtstagslied, um die Melodie ihrer Träume zu suchen – und findet eine ganze Welt von Klängen. KLANGSTREICH ist eine liebevolle A-cappella-Oper mit drei Sänger*innen, die junges Publikum spielerisch die Welt der Musik entdecken lässt. Die Kinderoper setzt dabei ganz auf die Ausdruckskraft der menschlichen Stimme mit all ihren Möglichkeiten vom Singen bis zum Sprechen, vom Summen bis zum Beatboxen.
Im Podcast bei Kai Weßler erzählen Komponist Marc L. Vogler und Regisseurin Anisha Bondy von der Arbeit an dieser musikalischen Entdeckungsreise für alle ab 4 Jahren.
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00:00:06: Probenzimmer,
00:00:08: der Podcast aus dem Musiktheater an der Wien.
00:00:14: Heute mit Kai Wesler und im Vorfeld der Premiere von Klangstreich unserer Kinderoper die wir in der Hölle zeigen einer Aka Pelleroper spreche ich mit dem Komponisten Mark Vogler und mit der Regisseurin Anisha Bondi.
00:00:28: Vielen Dank!
00:00:29: Marc, ich fange mit dir mal an weil man doch wenn man eine neue Oper auf Programm setzt zunächst einmal die Noten sich anschaut und die Partitur studiert.
00:00:39: Du bist Komponist und du warst, soweit ich es weiß in der letzten Spielzeit Composer-in-Residence am Theater Dortmund.
00:00:46: Und für das dortige Opernhaus dieses Werk geschrieben.
00:00:51: Wie ist es denn dazu gekommen eine Oper für drei Sängerin Aka Peller also ohne Orchester zu schreiben?
00:00:59: Das war der Einer von drei Aufträgen und ich habe mich auf diesen Auftrag irgendwie besonders gefreut.
00:01:05: Und war bei dem Auftrag aber auch erstmal überrascht, weil die Devise von vornherein klar war das wird kein Stück für Kammerorchester oder Orchester-Sängerin auf einer normalen Bühne sondern dieses Stück geht auch an externe Spielstellen also geht zum Beispiel in Kita es geht in Kultureinrichtungen und das fand ich eine sehr schöne Idee zu sagen Die Oper geht raus geht in die Stadt und geht dahin, wo Kinder auch tatsächlich sind.
00:01:32: Und dementsprechend musste das Stück eben mobil sein und mobil in allem was das Wort umfasst also das Bühnenbild musste man in einen Wern verladen können und ich konnte nicht auf ein Orchester, nicht mal auf ein Klavier zurückgreifen sondern sie ist halt drei Sängerinnen zwei Frauenstimmen eine Männerstimme Akapella ohne alles.
00:01:53: da muss die sämtliche Musik dieses Stückes herkommen
00:01:57: Und du beginnst die Oper mit einer sehr schönen Idee.
00:02:00: Es gibt eine Note, die in einem Geburtstagslied lebt – also tag ein Tag aus, die gleiche Melodie singen muss und diese Note entschließt sich.
00:02:08: ich habe genug Ich steig aus!
00:02:10: Ich hab kein Lust mehr auf das Geburtstagslied und in dem Geburtstage liegt ist plötzlich ein Loch.
00:02:17: Dieses Geburtsteigslied man sollte erwarten es ist Happy Birthday ist aber nicht happy birthday sondern Du hast ein eigenes Geburtestagslied geschrieben.
00:02:24: warum eigentlich?
00:02:26: Einmal bin ich Mitglied in der GEMA und ich weiß nicht, inwiefern Happy Birthday kostenpflichtig ist.
00:02:32: Deshalb habe ich auf jeden Fall noch eine Melodie gesucht an der keine Rechte hängen Und Ich finde Happy Birthday ist eigentlich auch ein sehr erstaunliches Geburtsagslied weil es ist wahnsinnig ungesanglich.
00:02:41: Also vor allen Dingen bei dieser Stelle happy birthday Das ist.
00:02:44: jedes Mal wenn man das irgendwo hört wird es schräg bei dem höchsten Ton Und es trotzdem wird das auf der ganzen Welt immer noch gesungen.
00:02:51: Deshalb dachte ich, nee also in dem Fall nämlich nicht sondern nehmen eine Melodie die ein bisschen ohne jetzt den Tilo zu verraten einem anderen sehr bekannten Kinderlideen.
00:03:01: Das wird man hören gleich wenn die Oper beginnt.
00:03:03: Also nur um das Missverständnis zu klären Wir dürfen Happy Birthday ungezwungen immer singen so oft wie wir das wollen.
00:03:08: aber wenn man das in einer Oper transformiert mit der man Geld verdient und für jemand eintritt nimmt dann müsste man GEMA zahlen Die Note finden verlässt diese Geburtstagslied und erlebt eine ganze Reihe von Abenteuern.
00:03:20: Das sind auch musikalische Abenteuer!
00:03:22: Marc, was durch welche musikalischen Welten wird man da eigentlich geführt in deinem Stück?
00:03:27: Es geht wirklich einmal quer durch die Musikgeschichte.
00:03:30: also wir fangen an bei einem... Also das ist jetzt nicht chronologisch in der Oper sondern ich sage mal kronologisch nach Musik-Epochen in sehr früher Gregorianischer Musik, Barockmusik-Klassik, also das wird zitiert über die Stadt, wo es an verschiedenen Gebäuden vorbeigeht.
00:03:49: Die Note Finn kommt aber auch in einen Probenkiller, in dem Rockmusik geprobt wird.
00:03:55: In einem Jazzcafé vorbei, wo ein Saxophon improvisiert und sie lernt also auf verschiedenste Bereiche der Popmusiken, improvisierte Musik, Weltmusik ... Es ist wirklich ein sehr, sehr breiter Querschnitt.
00:04:09: Elektronische Musik erleben wir also die Notis in einem Club.
00:04:12: es wird getanzt.
00:04:13: ich habe wirklich versucht viele Facetten musikalisch abzubilden und für einen Komponist ist das einfach ein gigantisches Spielplatz.
00:04:20: Also ich mache sowieso gerne Stilkulage aber da war ich natürlich derartig zu Hause weil man darf einmal in alle Genres reinkomponieren.
00:04:30: Das macht Spaß
00:04:31: muss uns das jetzt schon mal erklären, wenn du sagst elektronische Musik und Jays.
00:04:36: Also spielen die drei Sänger ganz so viele Instrumente.
00:04:39: oder was machen sie genau?
00:04:42: Genau!
00:04:42: Das ist direkt die Herausforderung.
00:04:43: es gibt kein Instrument in dem Stück.
00:04:45: Das heißt alles was wir hören muss mit der menschlichen Stimme erzeugt werden.
00:04:50: Und das war direkt die herausforderungen bei der Komposition.
00:04:54: also zu sagen wie kann ich Zum Beispiel ein Jazzcafé, was lebt zum Beispiel vom Schlagzeug.
00:05:01: Wie kann ich das in einen Stück bringen, dass kein Schlagzeuge enthält?
00:05:04: Also hatte ich die Idee Beatboxing.
00:05:07: Für alle, die das nicht kennen sollten, Beatboxing ist also die Imitation eines Drum-Sets des Schlags mit der menschlichen Stimme und ich kann es mal ein bisschen vormachen so einen Jazzrhythmus.
00:05:17: Der wäre ... Das kann jeder nachmachen!
00:05:21: Das wär ausgeschrieben.
00:05:22: ein SST sieht in der Partitur sehr urgig aus aber das Klangresultat ist ein Schlag Zeug Und das bringt dann also zum Beispiel Schlagzeug in dieses Stück.
00:05:31: Gesungen, alles wird gesungen!
00:05:33: Meine Kollegin von der Musikvermittlung hat mir gestern gesagt mit dem Wort Pizzakatze, Pizzakatze kann man sowas aufwunderbar machen.
00:05:41: Wir haben vor einigen Monaten ja angefangen uns mit einem Stück zu beschäftigen gemeinsam und du hattest die ganz große Sorge.
00:05:47: wie wird das wohl gehen?
00:05:48: Mit diesen ganzen Stilen und Beatboxen und wie kriegt man das gut hin auch mit Opernsängern?
00:05:53: jetzt probst Du mit drei Leuten bereits in der dritten Woche, wie geht denn das?
00:06:01: Wie können die in die ganze Stile reingehen und wie klingt das am Ende
00:06:04: eigentlich?".
00:06:06: Ja also es war natürlich eine große wundervolle Herausforderung.
00:06:11: Und ich glaube wir haben den sehr weiß... Wir waren sehr gut in dem Punkt, dass wir gesagt haben.
00:06:18: Wir brauchen ein Vocal Coach dabei der uns wirklich stimmlich hilft den Sängerinnen Stimmlich hilft sich zu trauen in ganz unterschiedliche Lagen reinzugehen und Sehr, sehr lässigen professionellen Beatboxer die Probe mit reingeholt der uns auch gekocht hat für diese ganzen beatboxing Sequenzen aber auch für die Sounds.
00:06:43: Wie klingt ein Saxophon?
00:06:44: Mark hatte ja eine wundervolle Vorlage gemacht dass die Figuren wirklich Instrumente sind.
00:06:50: also wir begegnen einer E-Gitarre Wir begegnern einem Saxophonen.
00:06:54: Es war natürlich für uns auch ne Challenge zu sagen so wie löst man das jetzt in Form eines Menschen oder eine Note aus.
00:07:03: Und trotzdem haben wir da einen sehr, sehr tollen Weg jetzt in diesen drei Wochen hinter uns gelegt, dass man wirklich in diese ganz unterschiedlichen Stilmittel reintauchen kann und das war uns ja auch als wir es konzipiert hatten – ist ja das Schlüssel zu diesem Werk!
00:07:22: Es gibt ja in der Notation ein Problem.
00:07:25: Man kann Noten die Tonhöhe ganz gut schreiben, man kann Rhythmus gut schreiben aber eine Klangfarbe kann man nur sehr schwer aufschreiben mag.
00:07:34: Du hast an einer Stelle geschrieben das Saxophon soll eine Art Odolindenberg-Imitation machen.
00:07:40: also du hast versucht mit Worten zu beschreiben wie es klingen soll.
00:07:43: was für Mittel hast du eigentlich als Komponist?
00:07:45: oder wie sehr musst du auch da deinen Interpreten den Vertrauensvorschuss geben dass dies schon irgendwie machen werden?
00:07:52: Wenn zum Klang geht.
00:07:54: Das muss ich sowieso, das finde ich immer das Großartigste an jeder Produktion, dass jede Produktion anders klingt und jede Sänger in jeder Sänger ist für sich interpretiert.
00:08:04: Die Frage ist wahnsinnig gut weil die stelle ich mir über jeden Tag den ich schreibe.
00:08:07: also wie kann Ich Den klang denn ich im kopfer bestmöglich aufs papier bringen Ohne dass es Missverständnisse gibt aber trotzdem der noch einen Interpretationsspielraum offen lässt und was ich mag Neben einer einfach präzisen Notation, was du gesagt hast Rhythmus Tonhöhe sind sprachliche Anweisungen.
00:08:26: Also tatsächlich diese berühmten kursiv geschriebenen Spielanweisung und da verlustiere ich mich auch in diversen Formulierungen.
00:08:36: also ich habe auch mal im Klavierstück geschrieben angetrunken ein wenig vulgär Da weiß aber erstaunlicherweise jeder was gemeint ist.
00:08:45: Nun ist das hier eine Wiener Erst aufführung?
00:08:47: Wir sind der Entfernung.
00:08:48: Du kannst nicht dabei sein, aber du hast uns die Freiheit gegeben mit dem Werk frei umzugehen.
00:08:55: Also viele Veränderungen zu machen.
00:08:58: Anisha vielleicht erzählst du einmal ein bisschen was wir anders machen als in Dortmund und Marc dann wäre die Frage an dich als Schöpfer, als Autor gemeinsam mit Dani Handschulis Libretto geschrieben hat wie schwer ist denn das eigentlich loszulassen?
00:09:16: Immer wenn ich Theater mache oder Musiktheater mache, ist mir ein ganz ganz wichtiger Moment dass man wirklich mit dem Publikum gemeinsam auf diese Reise geht und gerade bei Kindern und bei jungen Kindern.
00:09:30: Wir spielen ja ab vier das ist schon eine große Challenge weil die Musik eigentlich sehr anspruchsvoll ist.
00:09:37: wie man jetzt das alles in einem guten Maß gemeinsam erleben kann und was wir glaube ich primär verändert oder eingebaut haben sind, ich sag mal diese Mitmachaktion die in Form von Ich spüre die Musik.
00:09:52: Wie kann ich diese Momente finden?
00:09:54: Oder was ist der Unterschied von Jazz und zu Rock?
00:09:57: Und wie fühlt sich das eigentlich an?
00:09:59: also wir gehen viel über das Gefühl und lassen die Kinder quasi wirklich mit uns tanzen weil Tanzen ein guter Moment ist wie man wie man Musik aufnehmen kann und auch für das Alter Und das war ein wesentlicher Teil, würde ich sagen.
00:10:14: Dass man diese Finnfigur, dass er ganz viel mit den Kindern aufbaut und die ihm helfen, auf diese Reise zu gehen.
00:10:22: Das andere ist natürlich, dass wir versucht haben, alles nach Wien zu transportieren.
00:10:28: Wir waren großartig und haben uns einen kleinen Wiener Walzer noch eingebaut für die Wien-Erfassung.
00:10:36: Wir fliegen ja auch über die Stadt Wien den zwei Freunden, die Finn trifft.
00:10:43: Zeittauben vom Narschmarkt und mit denen... Genau!
00:10:47: Und da beschreiben wir natürlich die Stadt Wien.
00:10:51: Deswegen war das... Das haben wir natürlich angepasst.
00:10:55: Musiktheater ist ja immer ein sehr lebendiger Prozess wo auch die Frage ist wie reagiert Musik auf Darsteller?
00:11:05: Die denn jeweils auf der Bühne stehen, die Musik verkörpern?
00:11:08: Marc, fällt dir das schwer so was aus der Hand zu
00:11:10: geben?!
00:11:11: Du hast eine Reihe von Musiktheaterwerten geschrieben, hast mir erzählt deine Exams-Oper ist in einem Hotel bei laufendem Betrieb auch aufgeführt worden.
00:11:21: Aber das waren ja immer Projekte, du hast gerade erzählt und probst heute für einen Konzert im Kölner Dom aber da bist du anwesend!
00:11:29: Da bist du dabei und kannst Einfluss nehmen auf was da passiert.
00:11:32: Das stimmt.
00:11:33: Und bei Musiktheater kann man das oft nicht, ist irgendwo schon eine Herausforderung loszulassen klar?
00:11:40: Weil man hat sich so viel Zeit mit diesem Stück beschäftigt und so viele Stunden da reingesteckt.
00:11:48: Aber ich denke immer so, Karl Lagerfeld wird mal gefragt wie es für ihn ist wenn er seine Mode auf der Straße sieht.
00:11:53: Er hat gesagt in dem Moment gehört die nicht mehr mir.
00:11:55: Das finde ich eigentlich einen guten Satz also dass man sagt Ich habe das gemacht den anderen.
00:12:02: Und dann sieht man, was damit passiert und das Ganze wirklich lebendig.
00:12:06: Ich finde ich eine schöne Vorstellung.
00:12:09: Ja vielleicht darf ich da noch kurz anmerken weil es war natürlich auch von den Sängern ein großer Punkt.
00:12:15: wie Getro also auch an Marc in dem Probenprozess darf man sich da eben freier bewegen, um in dieses Gefühl und so reinzukommen.
00:12:24: Das fand ich aber großartig.
00:12:25: mag, weil das hat auch eine große Beruhigung mit reingebracht, dass du gesagt hast so bitte nimmst es macht es zu eurer nimmt es euch an und ist ein großes Geschenk und nicht selbstverständlich.
00:12:36: Ich muss
00:12:36: da kurz noch erklären also es ging darum beim gerade bei den Beatboxen wie genau muss man den Rhythmus einhalten oder kann man den bisschen cooler machen?
00:12:44: Und Anni schallt mich gefragt, was machen sie denn jetzt da?
00:12:46: Die haben das Gefühl, Sie müssen sich an den Notentex halten.
00:12:49: Ich hab mal Quokla gebeten doch bitte einmal eine kurze Voice-Mail für mich aufzusprechen wo er den Sängern quasi die Lizenz gibt... ...die Lizenz cool zu sein und zu swingen!
00:12:59: Darum ging es ja eigentlich.
00:13:00: Das ist wie mit der Straßenverkehrsordnung.
00:13:02: ich sehe das als grobe Orientierung und dann guckt man was man daraus macht.
00:13:07: Anisha, ihr habt eine Anordnung gefunden.
00:13:10: Auch das ist ein Unterschied zu der Uraufführung.
00:13:12: Die Urafführungen waren vor jedes Dortmunder Opernhausen also eine sehr einfache bewusst schlicht gehaltene Inszenierung die auch in den Schulen gegangen ist.
00:13:20: wir spielen in der Hölle im geschlossenen Theaterraum und bleiben da.
00:13:25: auch die Produktion tourt nicht sondern die Kinder und ihre Eltern oder Schulklassen kommen zu uns Und die Grundidee ist ja, die eines Schattentheaters.
00:13:35: Warum eigentlich Schattenteater?
00:13:38: Was kann man
00:13:40: damit machen?
00:13:41: Die Idee eines Schatnteaters entstand natürlich dadurch, dass das Stück mit einem Geburtstagslied und einer Note beginnt, die aus diesem Lied ausbricht und die Zweidimensionalität eines Notenblattes und eine Note darauf, die plötzlich quasi in die Dreidimionalität... geht oder ausbricht, das fanden wir wahnsinnig spannend.
00:14:02: Und so fing diese Idee an und hat sich natürlich daraus weiter ersponnen und wir haben halt in der Hölle wirklich es ist ein großes großes Geschenk.
00:14:12: Wir haben ganz viel Glück dass wir einfach ein tolles Technikteam Ton Licht Technik, dass die einfach wirklich da mit uns dabei sind und ein ganz bezauberndes Schatten, aber auch natürlich vor.
00:14:27: Also wir switchen den Ebenen und können wirklich unglaublich tolle Räume bespielen.
00:14:33: Und trotzdem versuchen wir uns eigentlich eher zu reduzieren weil wir ja doch in der Einfachheit also weniger ist mehr.
00:14:39: Wir wollen natürlich nicht die Kinder überfordern oder überladen sondern wirklich denen die Möglichkeit geben bestmöglich da einzutauchen und zu verstehen was es an Komplexitäten und wunderschönen unterschiedlichen Arten von Musik gibt oder dass die auch alle zusammengebracht werden können?
00:14:57: Ja, das ist ja eine Übersetzung dieser Reduzierung der Musik.
00:15:01: Die Fantasie spielt eine ganz große Rolle und so will ich als Hörer aus den drei Stimmen in meiner Fantasien mir ergänzen muss was ich vielleicht nicht höre aber was gemeint ist, so sehe ich diese Schattenrisse und erfinde in mir meine Fantasier eigentlich eine ganze Welt dazu.
00:15:16: Da werden ja Theatermittel benutzt, die ganz viele Möglichkeiten bieten.
00:15:21: Fast filmisch zu arbeiten ohne dass man eben filmisch ist sondern nur mit ganz schönen schlichten Mitteln.
00:15:27: Ja filmisch oder ich finde auch fast wie Puppenteater.
00:15:30: also ich habe manchmal so ein bisschen das Gefühl wie Augsburger Puppenkiste wenn wir dann irgendwie so einen kleinen Bus im Schatten durch die Bühne... Also wir haben die Reisen, spielen wir auch viel mit dem Schatten Und das ist ganz süß und lieb erklärt, also bebildert.
00:15:47: Wir tauchen da rein und haben diesen tollen Klang und Sound dazu.
00:15:51: Also es macht uns allen ganz viel Spaß!
00:15:55: Noch eine praktische Frage an euch beide.
00:15:57: Wenn Sänger normalerweise in der Oper singt, die sind ja froh über die Stütze, die ein Orchester ihnen bietet.
00:16:03: Die kriegt ihr euren Ton von einem Instrument.
00:16:06: Nemi weiß wenn die Oboa ein G spielt dann nehme ich das G auf und singe dann meine Aria.
00:16:12: Das fällt jetzt alles weg.
00:16:15: Wie machen die Sänger das und was für Schwierigkeiten entstehen denen?
00:16:19: Mark, wie hat das in Dortmund funktioniert oder in Anischa, wie funktioniert es in Wien?
00:16:24: Wie fühlen sich die Sänger ohne den Schutz von Instrumenten?
00:16:28: Ja, Mark fangt du vielleicht an!
00:16:30: Es ist eine große Herausforderung.
00:16:33: Es macht es schwierig weil sie haben im Grunde nur ne Stimmgabe und kriegen darüber ein A. An sich ist es dann wie bei einem Akapella Chorstück, dass man hofft...
00:16:45: Ich weiß nicht ob alle Hörer wissen was eine Stimmgabel ist.
00:16:50: Eine Stimm-Gabel ist ein kleiner metallischer Gegenstand, den man an einen Objekt stößt und sich ans Ohr hält und über die Knochenleitung hört man selber diesen Ton.
00:17:05: Ein A.
00:17:07: Und aus dem A kann man sich die anderen Töne ableiten?
00:17:09: Genau, genau.
00:17:13: Aber ansonsten haben wir hier im Grunde die gleiche Schwierigkeit wie bei einem acapella Chorstück also dass das Stück ein Konstrukt ist was in sich stabil sein muss und wie so eine sich selbst tragende Brücke.
00:17:26: Also es muss sich selbst stützen und sie müssen von sich selber die Tönen nehmen, was sehr schwer ist.
00:17:34: Und wie machen Sie das Anisha?
00:17:36: Ja, also... Ist dir
00:17:37: falls weifelt?
00:17:40: Nein zum Glück nicht.
00:17:41: Aber es ist auf jeden Fall... Es ist eine ganz große Herausforderung.
00:17:47: Also die Sängerinnen, die machen wirklich Hochleistungssport was sie stimmlich, szenisch alle, weil sie singen ja eigentlich non-stop alle drei die ganze Zeit obwohl sie vielleicht nicht auf der Szene sind und so weiter weil sie sind ja eben alles in einem.
00:18:04: Und wir haben uns jetzt durch die technische Möglichkeiten, die wir haben doch dafür entschieden.
00:18:11: Wir sind gerade im Prozess und finden das auch.
00:18:13: aber wir haben vorgestern eine Aufnahme gemacht wo wir so einzelne Töne an bestimmten Stellen tatsächlich einfach mal aufgenommen haben und bei uns kommt viel Wind vor Und wir haben jetzt überlegt, dass wir vielleicht immer so einen kleinen Windton passend zu dem Moment eventuell einspielen.
00:18:34: Falls wir an dieser bestimmten Stelle eine Stütze brauchen.
00:18:37: Das heißt, wir überspringen die Stimmgabel, die ich auch zum ersten Probentag mitgebracht habe aber dann nicht in Benutzung kamen sondern wir haben uns jetzt tatsächlich dafür entschieden.
00:18:49: Aber ob das funktioniert und wie es dann klingt, das werden wir jetzt noch herausfinden.
00:18:57: Das Thema ein bisschen zu vertiefen, Marc.
00:18:59: Ist seine Musik tonal?
00:19:01: Also ist das eine Musik die man... Wenn ich jetzt die Stimmgabel hätte und ich hör das A, komme ich dann zu dem gewünschten Ton
00:19:10: Das schon.
00:19:11: Jetzt ist natürlich die Frage nach Tonal immer eine sehr schwierige, weil sie impliziert ja dass man streng genommen in Tonarten komponiert also in G-Moll, in C-Dur und so weiter.
00:19:20: das tue ich nicht aber Ich orientiere mich an Tonarten und geht damit sehr frei um.
00:19:26: Also wie mit den Stilkulagen auch wenn ich jetzt natürlich in einer Rockmusik bin, Rock Musik ist es kein Schönenberg Die ist in einer Tonart geschrieben.
00:19:36: das heißt dann gehe ich auch für diesen Stil eine Tonart hinein und dann bin ich in dem Moment zu nahe.
00:19:44: Die ganze Geschichte dreht sich ja darum, dass die Note finden vor einer wunderschönen Melodie träumt und diese Melodie sucht.
00:19:53: Und das ist eine Dramatogie, die kennen wir aus vielen Opern, v.a.
00:19:57: auch aus Kinderopern.
00:19:58: etwas wird gesucht oder am Ende wird es gefunden.
00:20:04: zum ersten mal gelesen haben und auch die Aufnahme aus Dortmund gehört haben, haben wir uns ein bisschen gewundert.
00:20:09: Ja aber wo ist denn eigentlich diese Melodie?
00:20:11: Und wir haben dann mit dir einmal sprechen müssen um zu sagen was hat es mit dieser Melodie eigentlich auf sich?
00:20:18: Erklär uns doch einmal was findet Finn eigentlich am Ende und was für eine Melodie wird da gesucht?
00:20:26: Vielleicht sagst du vorher auch noch mal was, wie ist dein Verhältnis zu Melodie als Komponist?
00:20:30: Das ist ja bei modernen Komponiisten gar nicht so selbstverständlich dass man schöne Melodien schreiben will.
00:20:35: Das stimmt, das stimmt.
00:20:37: Ich liebe Melodien!
00:20:38: Ich sag's gleich und es gibt viele Komponisten die da jetzt die Nase rümpfen drüber weil es natürlich nach der zweiten Wienerschule und so weiter heutzutage nicht mehr so üblich ist Melodin zu schreiben wie zur Zeit von Mozart und Beethoven.
00:20:52: aber ich liebe Melodyn, ich finde die Italiener schreiben die besten Melodinen Werdi Puccini, Ennio Morricone des Musikichs sehr mag und es ist glaube ich viel schwieriger heute noch eine Melodie zu schreiben, die im Ohr bleibt als sich dem einfach zu verweigern und sagen nein ich schreibe A-Tonal oder Freitonal.
00:21:15: In der Vorlage, die ein Kinderbuch ist von Inge Bremdler es tatsächlich so dass er eine sehr konkrete Melodie findet und diese Melodie ist dann sein ganzes Glück um.
00:21:26: das fand ich ehrlich gesagt ein bisschen Ein bisschen einfach.
00:21:32: Und es wird der Vielfalt nicht gerecht, die wir im Musiktheater machen, weil das ist es für mich!
00:21:38: Es ist ein Stück über Vielfald und es soll zeigen ganz viele verschiedene Melodien und Musikstile haben in der Oper das Privileg und das Recht nebeneinander gleichwertig zu existieren.
00:21:50: Das soll die Message sein dieses Stückes.
00:21:52: also es gibt nicht eine Melodie die wir dann finden, und dann sind wir alle glücklich.
00:21:56: Sondern es ist die Vielzahl von Melodien, die wir in der Oper hören, die es
00:22:01: ausmacht.".
00:22:04: Und verschiedene Menschen sind ja auch mit verschiedenen Melodieren sehr glücklich?
00:22:07: Genau!
00:22:08: Und Melodinen aus verschiedenen Kulturkreisen, verschiedenen Stilen.
00:22:11: Das soll alles zusammenfinden – das finde ich das Großartige an der Kunst vom Oper, dass sie all diese verschiedenen Stile und Einflüsse unter einem Dach versammelt.
00:22:21: Das heißt, du hast gar nicht versucht am Ende die Master Melodie zu finden.
00:22:26: Sondern lässt ein bisschen offen wo man eigentlich was findet am Ende eigentlich findet?
00:22:33: Genau genau.
00:22:34: also es ist auf jeden Fall ein offenes Ende und das ist schön wenn man mit der eine oder andere Melodie aus dem Stück im Ohr nach Hause geht.
00:22:41: aber an sich möchte ich dass jedes Kind jeder Zuschauer seine eigene Melodie findet und das Stück die nicht diktiert
00:22:49: Aber er kommt ja im Opernhaus an, also das ist das Schöne.
00:22:53: Das ist wirklich diese klare Reise von ihm.
00:22:57: Er findet ein neues Zuhause wo aber eben alle Melodien zusammenkommen und eine wahnsinnig schönener Botschaft.
00:23:11: was uns ganz wichtig ist.
00:23:13: Also erstens, dass wir versuchen eine ganz große Bandbreite von Musiktheater hier in diesem Haus zu präsentieren und für uns war es eine ganz grosse Motivation diese Stück ins Programm zu nehmen gerade für ein sehr junges Publikum das eben um die ungeheuren tollen Möglichkeiten gibt, die eine Stimme machen können.
00:23:32: und Stimme hat ja auch viel mit Menschsein zu tun würde ich sagen und das ist den Kern des Musiktheaters.
00:23:39: mag
00:23:39: Das ist das persönlichste Instrument, das wir haben.
00:23:43: Und es ist ein Instrument was jeder mit sich trägt?
00:23:46: Anischa, ist das auch ein bisschen Ansporn für dich wenn du Musiktheater für Kinder und ihre Eltern machst zu vermitteln, dass man mit Singen alles machen kann?
00:23:57: Was dieses Instrument alles kann?
00:23:59: Auf jeden Fall!
00:24:02: Ganz besonder, ich habe auch wirklich vor Jahren aus diesem Grund etwas mit der Stimme und einem Beatboxer zusammengemacht.
00:24:08: Da hab' ich mit Watches Aid gearbeitet.
00:24:12: Ich finde es so wichtig, dass jeder versteht, dass er Musik machen kann, musizieren kann – man kann eben auch ein Schlagzeug sehen!
00:24:22: Also ich habe einen ganz wundervollen Freund-Beatboxer aus Berlin, der gesagt hat, er wollte immer Schlagzeug spielen Konnte es aber nicht, weil er keinen Schlagzeug hatte und deswegen ist er überhaupt erst Beatboxer geworden.
00:24:36: Weil er dann einfach nur ein Mikro und konnte dadurch so vielfältig sein und er steht wahnsinnig erfolgreich auf vielen verschiedenen Bühnen und das ist ja auch ein sehr angesehener Beruf einen Beatboxern und Geräuschemacher zu sein.
00:24:51: Wie waren die Reaktionen nach der Urhaufführung in Dortmund?
00:24:53: Hast du Feedback bekommen von Schulen oder von Zuschriften von Lehrern?
00:24:57: Das haben die Kollegen dort erzählt.
00:25:00: Das waren sehr, sehr schöne und sehr positive Resonanz.
00:25:03: Weil sie genau diesen Punkt nämlich die Vielfalt der Musik... gemocht haben an dem Stück und es ist sehr erstaunlich, welche Teile des Stückes, welche Stile die Kinder ansprechen.
00:25:16: Weil man glaubt ja immer Kinder kennen bestimmte Stile ganz genau Und bei der Szene werden sie auf was Neues stoßen und bei der anderen Szene Werden sich sagen oh die Musik kenne ich und man liegt meistens falsch.
00:25:27: Also ich zumindest.
00:25:29: Es war... Ich war ganz erstaunt dass Kinder bestimmte stiele bestimmten musiken kannten Und wir hatten in den Vorstellungen also die absurdesten Begebenheiten, die haben teilweise mitgetanzt und mitgeklatscht.
00:25:41: Aber nicht bei der Diskusszene!
00:25:43: Da ist genau gar nichts passiert, ja?
00:25:45: Sondern irgendwie bei der Barotmusik oder so... ...und das finde ich dann das Coolste eigentlich.
00:25:51: Also die Diskussszene is... Die Note.
00:25:54: Finn kommt zurück in die Stadt und landet dort an einer Ameisen-Disco, eine sehr kleine Note.
00:26:01: Und da gibt es eine Disco und die Barockmusik wird zitiert.
00:26:04: bei dem Flug über die Stadt aber haben sie mitgeklatscht weil sie die Musik erkannten und zuordnen konnten oder war das die rhythmischste Musik für Sie?
00:26:12: Ich glaube es war die rhythmische Musik.
00:26:13: also an der Stelle ist genau kein konkretes Zitat Aber das finde ich allgemein das Schöne, wenn man für Kinder schreibt.
00:26:21: Es ist das ehrlichste Publikum dass es gibt.
00:26:24: Es gibt super viel Resonanz direkt im Konzertsaal oder im Opernhaus von den Kindern und ich schreibe wahnsinnig gern für Kinder.
00:26:34: Ich liebe dieses Zitat von Picasso hat mir gesagt jedes Kind ist ein Künstler.
00:26:39: die Schwierigkeit ist einer zu bleiben wenn man erwachsen wird Und das find ich irgendwie sehr poetisch.
00:26:45: Ja, total.
00:26:46: Anishe du hast viel Musiktheater für Kinder gemacht.
00:26:49: mit der Philharmonie Luxemburg hast Du oft zusammengearbeitet in scenisch-musikalischen Projekten.
00:26:54: Wie war da deine Erfahrung?
00:26:55: Was Rückmeldung angeht oder auch was neue Musik mit Kindern angeht?
00:27:00: Ich liebe, also genau was Marc sagt.
00:27:02: Es ist für mich... Also wir haben in Luxemburg oftmals die Schulvorstellung wo twelvehundert Schulklassen gebündelt dort sitzen und dann die Familienvorstellungen.
00:27:12: natürlich sind die Familien Vorstellung wesentlich ruhiger konzentrierter und vielleicht für die Orchester Musiker immer schöner weil sie sich freuen dass ihre Musik besser gehört wird.
00:27:23: aber für mich es ist wie so der zwölfte Mann beim Fußballstadion die geben wirklich so viel Input, dass es einfach spektakulär ist.
00:27:37: Klar jetzt sind wir etwas kleiner und etwas jünger aber wir freuen uns schon sehr auf die Reaktion der Kinder weil das wird jedes Mal komplett anders und das Spannende ist ja auch ein tolles Format, dass man raus in die Stadt und in verschiedenen Schulen reingeht.
00:27:57: Begegnungen, manche HAOK.
00:27:59: Ja es gibt einfach so.
00:28:01: und also man kann wirklich Sozialstudien auch machen mit diesen Projekten weil's so wichtig ist, dass man Musik spürbar und erlebbar macht.
00:28:11: Und spürend war unter Leber wirds ja glaube ich auch dadurch das sehr große Nähe da ist.
00:28:15: Also wir haben Spielen in dem in dem Raum Hölle im Keller des Musiktheaters.
00:28:19: An der Wien, die Kinder sitzen auf dem Boden und auf Banken verschiedener Größe sind vor allem sehr dicht dran.
00:28:26: Auch das ist ja eine Erfahrung an Nisha, die glaube ich für viele Kinder ungewohnt und neu ist Musik live zu hören auch Opernstimmen, die ja darauf angelegt sind große Räume zu über so durch Queren aus nächster Nähe zu hören.
00:28:40: Wie geht ihr da bei den Proben mit um?
00:28:44: Kommt irgendwann ein Testpublikum?
00:28:47: Ja, also wir haben auf jeden Fall ganz viel daran gearbeitet.
00:28:51: Eigentlich die Stimmen zu reduzieren in Form von... Also das ist die einfach... etwas dezenter singen und nicht die Kinder zulassen.
00:29:03: Es ist einfach, die nehmen ja sowieso alles sehr viel intensiver auf und deswegen haben wir da ganz viel gearbeitet.
00:29:09: und es kommt nächste Woche Testpublikum zu unseren Bo's, die lustigerweise immer noch Bühneorchesterprobe heißen obwohl wir keinen Orchester dazu haben.
00:29:20: aber das unser Orchester ist er sozusagen Mit unserer Zuschauer, unsere Kinder.
00:29:25: Willst du was erklären noch?
00:29:26: Nein!
00:29:26: Ich
00:29:26: wollte einmal für Hörer die mit der Theatertherminologie nicht vertraut sind, erklären wenn man eine Oper probt dann gibt es normalerweise zehn Tage vor der Premiere die sogenannte Klavier-Hautprobe alles mit allem also Kostümelicht und so weiter.
00:29:38: aber Klavier statt Orchester.
00:29:40: Dann gibt es die Bühnenorchester-Proben.
00:29:43: Da ist keine Maske, kein Licht, kein Kostüm.
00:29:46: Aber dafür wird gespielt auf der Bühne und es spielt das Orchester.
00:29:49: Und dann kommt die Orchester-Hauptprobe wo das alles zusammenkommt.
00:29:53: Jetzt haben wir in diesem Fall eine Oper, wo's überhaupt keinen Orchester oder auch kein Klavier gibt!
00:30:00: zu unserer Freude und unserem Amuisement, weil es einfach in der Struktur so ist.
00:30:04: Dass die erste Probe wo alles zusammen kommt, die Klavierhautprobe ist und dann gibt es auch Bühnenorchester-Proben.
00:30:11: das sind streng genommen dann Proben wo's nur um die Musik geht und die Regisseurin sich nicht einmischen darf.
00:30:17: Mal gucken wie wir das machen.
00:30:18: Genau aber auf jeden Fall haben wir da eben Publikum dabei und davon freuen uns wirklich schon sehr.
00:30:23: Sind wir sehr gespannt!
00:30:25: Das Stück dauert... etwa thirty-fünf bis vierzig Minuten.
00:30:29: das werden wir dann auch aus testen wie lange es dauert.
00:30:32: ich habe noch eine letzte frage an dich.
00:30:35: haben auf die erfahrung gemacht dass Kinder, auch Jugendliche mit den hohen Stimmen in der Oper ein bisschen fremdeln.
00:30:43: Man ist gewohnt dass Popmusik oft in der Sprechstimmlage gesungen wird.
00:30:48: wenn hochgesungen wird dann wird gebellt.
00:30:50: Klassischer Gesang klingt ganz anders und du hast dich sehr mutig getraut.
00:30:54: den beiden Sängerinnen also die Sopranisten die Metzelsopranistin schlüpfen in ganz ganz viele Rollen und singen am Ende auch richtig hoch mit einem hohen C. Wie waren die Reaktionen darauf und warum bist du auch in diese Opernfarbe am Ende gegangen?
00:31:10: In die Opern farbe bin ich gegangen, weil wir im Opernhaus enden.
00:31:15: Inhaltlich oder scenisch Das heißt, ich baue das ganze Stück eigentlich darauf hin.
00:31:21: Ein bisschen die Ohren, mal ganz platt gesagt, darauf fortzubereiten was da passiert.
00:31:27: also die Musik fängt sehr nahbar und eher leise an und sehr nachvollziehbar an dem was die Kinder einfach als Erfahrungshorizont haben.
00:31:37: Und dann zeigt sie über diese Reise der Note finden immer mehr Extreme und immer mehr Möglichkeiten was Stimme alles sein kann Zumindest der Plan, dass man am Ende als Kind dann da sitzt und sich denkt.
00:31:50: Das ist also Opa und gar nicht mehr so diesen... Ich sag jetzt mal ganz blöd, diesen Schreck vor dieser sehr extremen Stimmlage so empfindet Sondern das eigentlich als eine relativ harmonische Entwicklung dahin empfindete.
00:32:03: Und ich will ja auch zeigen was Opa is und einfach was die menschliche Stimme kann.
00:32:07: In den Opa erleben wir extrem Formen der menschlichen Stimme.
00:32:13: Wenn wir schon Opa machen für Kinder, müssen wir es auch zeigen.
00:32:16: Anisha, du probst mit drei großartigen jungen Sänger-Darstellerinnen.
00:32:20: Ich sag einmal der Finn wird gesungen von Jubin Amiri.
00:32:25: Dann gibt es als Note und Ameise und Sängerin und überhaupt in ganz ganz vielen Rollen weil sie auch alle Instrumente imitiert.
00:32:32: das ist die
00:32:34: Das ist die Anita Rosati.
00:32:36: Und dann haben wir noch eine weitere Note Die auch Taube ist und auch in verschiedenen anderen Rollen schlüpft und das ist...
00:32:43: ...und dass die Ella Feldmayer
00:32:45: Die Regie führt Anisha Bondi.
00:32:47: Der Vocal Coach ist Gert Kender, Renate Fock und Verina Geier haben die Ausstattung gemacht.
00:32:52: Franz Schäck wird das Licht gestalten und ich bin da als Dramaturg dabei.
00:32:55: Und wenn sie am Samstag den Zehnten Oktober zu uns zum Theater in der Wien kommen, dann machen wir eine kleine öffentliche Probe.
00:33:04: Wir werden nicht proben, denn die Generalprobe hat er schon stattgefunden aber wir werden ihn auch ein bisschen live ein paar Eindrücke von dem Stück vermitteln.
00:33:13: da können sie kommen, egal ob sie vier Jahre alt sind, vierzehn oder vierzig.
00:33:17: Oder auch älter?
00:33:19: Ja, danke euch beiden für das Gespräch!
00:33:21: Wir haben jetzt noch eineinhalb Wochen Proben mit drei tollen jungen Sängern die wollen und singen werden.
00:33:29: Und Marc ich freue mich dass du dann zur Generalprobe und zur Premiere kommst und dann können wir nochmal reden wie es dir gefallen hat.
00:33:36: Auf jeden Fall Ich freu mich auch sehr.
00:33:39: Danke euch beiden fürs Gespräch.
00:33:40: Vielen herzlichen
00:33:42: Dank.
00:33:43: Das war unser Podcast Probenzimmer.
00:33:45: Heute im Studio produziert mit Anishabandhi und Marc Vogler, der nächste Podcast wird dann über die Oper der fliegenden Holländer gehen wie gewohnt wieder aus der Martinee und dann mit meinem Kollegen Christian Schröder.
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